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Freier Eintritt
 
Öffnungszeiten:
Täglich 14.00-18.00 Uhr, außer montags geschlossen

Das Museum bleibt am 30.06.2018 und am 01.07.2018 geschlossen. Wir bitten etwaige Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.






 

 

 

Das Museum

Ab dem 4. Juli 2018 entsteht eine spannende neue Ausstellung für Sie!


Storytelling und der Hochdruck - eine museologische Romanze
 

Posten, liken, teilen, fotografieren, filmen und kommentieren - Kommunikation im 21. Jhdt. ist nicht nur vielseitig, sie muss vor allem eines sein: schnell! Stehen wir morgens auf, erwarten uns Nachrichten aus aller Welt. Zu jedem Moment können wir uns in einem globalen Netzwerk verbinden. Kaum vorzustellen ist eine nicht allzu weit entfernte Vergangenheit, in der Menschen auf Nachrichten und Neuigkeiten warten mussten. Da erscheint uns das Medium des Hochdrucks fast als komplett veraltet.


Warum sollte man sich noch für ein Medium interessieren, das vom Aussterben bedroht ist? Hat der Hochdruck eigentlich noch etwas mit unserem tagtäglichen Leben zu tun? Gibt es überhaupt eine Zukunft für den Hochdruck? Und, schlussendlich, warum sollte ich mir die neue Ausstellung ansehen?


„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ wusste einst schon Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835). Unsere neue Ausstellung wird erstaunliche Parallelen aufzeigen zwischen einer mittelalterlichen Gesellschaft, die die Anfänge des Hochdrucks erlebt hat, und unserer eigenen Erfahrung mit dem Einläuten des Informationszeitalters. Kommunikation hat sich in beiden Fällen für immer verändert.


Gutenbergs Erfindung wird oft zugesprochen, die Menschen ermutigt zu haben, selbst lesen und schreiben zu lernen. Der Hochdruck befreit das Volk von der Allmacht des Hörensagens. Mit der wachsenden Zahl an Büchern, erschließen sich den Leuten fremde Welten. Erinnert dies nicht auch an das digitale Zeitalter, das uns die Welt ins Haus bringt?


„Warum soll ich das nicht googeln?“ werden sich einige von Ihnen fragen. Unsere neue Ausstellung wird Ihnen wertvolle Denkanstöße bieten und die ein oder andere Überraschung für Sie bereit halten. In unserer neuen Timeline werden die wichtigsten Phasen des Hochdrucks anschaulich und einfach dargestellt. Des Weiteren erhalten Sie nicht nur wertvolle Auskünfte über Drucktechniken- und Maschinen, sondern auch über die Menschen, die sie bedient und benutzt haben.


Wir liefern nicht nur Informationen, sondern weben Geschichten, Geschichten um Sorgen, Glück, Beruf und Leben der Menschen rund um den Hochdruck. Vorbei ist es mit trockenen Geschichtsstunden! Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise und Sie erleben die Geschichte des Hochdrucks neu - ab 2018 im Kulturhuef!


Wir freuen uns auf Sie!



Druckkurse für Groß und Klein

Im Workshopprogramm werden unter anderem Druckkurse für Kinder und Erwachsene angeboten.
Für mehr Informationen hier klicken.

Führungen

Über das ganze Jahr gibt es an Sonn- und Feiertagen Gratisführungen im Druckmuseum. Geführte Besichtigungen für größere Gruppen oder an anderen Tagen sind auf Anfrage jederzeit möglich. Die Kosten pro Führung betragen derzeit 60 EUR für max. 20 Teilnehmer. Dauer ca. 1-1,5 h.

 

LinotypeWer bin ich? LINOTYPE Modell 16, Viermagazin
Erfinder: Ottmar Mergenthaler (1854-1899), Boston (USA) 1886
Hersteller: Berliner Maschinenbau AG vorm. L. Schwartzkopff (D)
Baujahr: 1955
Leistung: 6.000-7.000 Buchstaben/Stunde
Herkunft: Spende der  Imprimerie Joseph Beffort, Bartringen (L)
Besonderheiten: Auslösung eines Rationalisierungsschubes, eine Maschine ersetzt 6 Handsetzer, soziale Krise des Druckgewerbes.
Wie funktioniere ich? Ich bin eine Setz- und Gießmaschine in Einem. Durch das Anschlagen der Klaviaturtasten rutschen die Matrizen (Gießformen) auf ein dauernd laufendes Band und werden im Sammler aneinandergereiht. Ist die Zeile abgetippt, befördert ein Mechanismus die durchgelesene Textzeile vor den Gießmund, der die Matrizen mit flüssigem Blei (285°) ausgießt.

 

Wer bin ich? STOPP- oder HALTZYLINDERPRESSE, Typ Accidenz N° 5, System EisenbahnbewegungAccidenz No5
Erfinder: Friedrich Gottlob Koenig (1774-1833)
Hersteller: Bohn & Herber, Würzburg, (D)
Baujahr: 1900
Leistung: 700 Druckbogen/h
Druckformat: 64 x 42 cm max.
Herkunft: Imprimerie Breistroff, Rümelingen (L)
Leihgabe: Dépôt du Fonds Culturel National, Luxemburg (L)
Besonderheiten: Erste Generation der Schnellpressen.
Wie funktioniere ich? Über die flache Druckform läuft ein Zylinder, der den Papierbogen über der Druckform abrollt; nach dem Druckvorhang stoppt der Zylinder, der einseitig gedruckte Bogen wird in die fadenbespannte Auslage gelegt. Antrieb über Handkurbel oder Fußpedal. Farbwerk mit Farbkasten und 2 Farbwalzen, Papieranlegung von Hand.