Expo Dieudonné
Öffnungszeiten:
täglich 14.00-18.00 Uhr,
außer montags geschlossen
 
Das Museum ist vom 20. Dezember 2014
bis zum 16. Januar 2015 (inkl.) geschlossen.
 
 
 
 

 

Das Museum

Das Museum ist Jean Dieudonné gewidmet, dem Gründer einer Dynastie von Kartenmachern, der sich 1754 in Grevenmacher niederließ und hauptsächlich für den ausländischen Markt produzierte. Die Steuervorteile in Luxemburg schafften optimale Absatzbedingungen für ein florierendes Handwerk und seine Nachkommen führten die Manufakturen weiter bis 1880, als Jean-Paul Dieudonné die Kartenproduktion einstellte. Während dieser Zeit galt es heftigen politischen Wechseln zu trotzen. So durften zum Beispiel, einhergehend mit der französischen Revolution und Annektierung Luxemburgs im Jahr 1795, keine gekrönten Figuren mehr auf den Spielkarten dargestellt werden. Als dann 1797 die französische Regierung auch noch die Spielkartensteuer einführte, bedeutete dies eine große Herausforderung für die kaufmännischen Geschicke der Dieudonnés. Von der folgenden niederländischen Regierung wurde die Spielkartensteuer abgeschafft und erst viel später, 1905, von der luxemburgischen Regierung wieder eingeführt. Zu dieser Zeit existierten die Dieudonné'schen Manufakturen bereits nicht mehr.

Die Sammlung

Zahlreiche Druckplatten, Druckbögen, einzelne Karten und Werkzeuge belegen den Produktionsprozess und die im Laufe der Zeit variierenden Techniken. Die meisten der ausgestellten Objekte sind eine Leihgabe des Musée National d'Histoire et d'Art, Luxembourg. Ein weiterer Schwerpunkt sind Spielkarten aus der Manufaktur Dieudonné. Dank der Hilfe der Stadt Grevenmacher gelang 2006 der Ankauf eines komplett erhaltenen Kartenspiels aus der Manufaktur Antoine Dieudonné, welches als Reproduktion im Shop erhältlich ist.
Ergänzend befinden sich Spielkarten mit luxemburgischen Bezügen und repräsentative Spielkarten "aus aller Welt" in der Sammlung. Mittelfristig werden die inventarisierten, sich im Archiv befindlichen Spielkarten der Öffentlichkeit digital zugänglich sein.

Alte Kartenspiele: "Mënsch", ein altes luxemburgisches Kartenspiel

Im Rahmen der Sonderausstellung "Spillkaarten made in Luxembourg" ließ der Kulturhuef das alte Spiel "Mënsch" wieder aufleben. Dokumente belegen, dass dieses Spiel bis Anfang des 19. Jahrhunderts weit verbreitet war. Heute ist es nur noch wenigen Vertretern der älteren Generation aus Luxemburg und der Großregion bekannt. Meist in Cafés gespielt, handelt es sich um ein Trumpfspiel mit 4 Spielern. Die größte Herausforderung ist es, seinen Partner zu finden, da dies willkürlich ist (Kreuz Dame spielt mit Pik As). Die Spielanleitung ist (auf luxemburgisch) im Shop erhältlich, kann aber auch hier herunter geladen werden... www.kulturhuef.lu/index.php?side_id=9

Kurse

Im Workshop findet unter anderem ein Workshop für Kinder statt, in dem ein eigenes Kartenspiel kreiert wird.

Führungen

Über das ganze Jahr gibt es an Sonn- und Feiertagen Gratisführungen im Spielkartenmuseum. Geführte Besichtigungen für größere Gruppen oder an anderen Tagen sind auf Anfrage jederzeit möglich. Die Kosten pro Führung betragen derzeit 60 EUR für max. 20 Teilnehmer. Dauer ca. 1-1,5 h.


   Im Shop:

Jeu Images d Epinal


Die im Kartenspiel dargestellten Figuren sind Auszüge aus den Archiven der Imagerie d'Epinal. Gedruckt auf den Pressen von Baptiste Paul Grimaud, Maître Cartier à Paris seit 1848.

52 Karten + 2 Joker
Im Shop für 8 € erhältlich.

 

 

 

 

 

Jeu vieux métiers

Dieses Kartenspiel, welches alte Handwerksberufe aus dem 17. Jahrhundert darstellt, wurde auf den Pressen von Baptiste Paul Grimaud, Maître Cartier à Paris seit 1848, gedruckt.

52 Karten + 2 Joker
Im Shop für 8 € erhältlich.